Eschborn-Frankfurt

Georg Zimmermann lässt Deutschland jubeln

Traditionell findet Eschborn-Frankfurt am 1. Mai dem Tag der Arbeit statt. Die Veranstalter haben den Sprintklassiker nach dem Motto des Tages immer anspruchsvoller gestaltet, bei der 63. Austragung warteten 211 Kilometer und 3300 Höhenmeter Arbeit auf die Profis. Gut 20 Kilometer nach dem Start hatten sich fünf Fahrer aus dem Hauptfeld abgesetzt, zur Freude der einheimischen Fans auch der Deutsche Jonas Rutsch. 80 Kilometer vor dem Ziel schlossen Emiel Verstrynge und Tim Wellens zur Spitzengruppe auf. Nach dem Effort konnten die Ausreißer mit dem Duo nicht lange mithalten, bei der der ersten Überquerung des "Marmolshainer Stich" blieben nur Wellens und Verstrynge übrig. Bei der zweiten Überquerung wurde Tim Wellens zum Solisten, doch schon in der Abfahrt wurde er von einer 12-köpfigen Gruppe ein und überholt. Würde der Vorsprung für die letzten 30 Kilometer reichen? Es folgte eine sensationelle Verfolgungsjagd, die Uhr sagte abwechselnd geht sich aus und geht sich nicht aus. Es ging sich aus. Schon früh eröffnete Georg Zimmermann den Sprint, Tom Pidcock und Ben Tullet kamen nicht mehr vorbei. Der Deutsche Meister erlöste das einheimische Publikum, erstmals seit Pascal Ackermann 2019 steht wieder ein Deutscher Profi auf dem obersten Treppchen. Vierter wurde Pello Bilbao vor Simone Gualdi, Jon Izaguirre, Natnael Tesfatsion, Alex Baudin und ebenfalls aus Deutschland Florian Stork. Für die Sprinter im Verfolgerfeld war das Rennen einfach um 1000 Meter zu kurz. Zeitgleich (!) mit der ersten Gruppe führte Tobias Lund Andresen vor Magnus Cort Nielsen die zweite Gruppe über den Zielstrich.

01.05.2026 - Gerald