2. Sprintankunft bei Paris-Nice

Tim Merlier ist aktuell der Beste

Heute fand die Fernfahrt Paris-Nizza mit der 2. Etappe von Montesson - Bellegarde über 184 km ihre Fortsetzung. Die beiden Bergwertungen hatten eine Anstiegslänge von 1 bzw. 1,2 Kilometern, also nicht nennenswert. Anscheinend also eine Sprintetappe, die allerdings ein leicht ansteigendes Finale aufwies. Die Gruppe des Tages holte sich diese Bergwertungen auch unangefochten. Dabei waren Alexandre Delettre (TotalEnergies), Samuel Fernandez (Caja Rural - Seguros) und Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility). Nach 100 km betrug der Vorsprung der Gruppe nur eine Minute, maximal waren es schon etwas mehr als drei gewesen. Ein paar Kilometer später gab es dann Seitenwind und es kam viel Unruhe in das zerbrechende Feld, doch die Situation beruhigte sich wieder. Nach einem eher glimpflich aussehenden Sturz von Guillaume Martin in einem Kreisverkehr kam es etwas später zu einem Massensturz im Feld, bei dem sich leider Florian Senechal verletzte und das Rennen beenden musste. Inzwischen war Abrahamsen alleine in Führung und sein Vorsprung vergrößerte sich wieder auf knapp 1:30. Etwa 20 km vor dem Ziel ging es schon einmal über den Zielstrich in eine ausgedehnte Schlussrunde. Kurz nach dieser Durchfahrt kam es zu einem Sturz, der weiteren zwei Fahrern die Teilnahme am Rennen kostete. Luke Durbridge (Jayco - AlUla) und Gorka Sorarrain (Caja Rural - Seguros RGA) sitzen beide an der Bande in der Haltung die für Schulter- bzw. Schlüsselbeinverletzungen typisch ist. Dieser Crash hat das Feld zersprengt, einige der Favoriten für die Gesamtwertung sind ins Hintertreffen geraten, darunter Felix Gall und Joao Almeida. Noch ein weiterer Sturz, diesmal zum Glück harmlos, stört die Verfolger, aber sechs Kilometer vor dem Ziel ist das Peloton wieder vereint - und Abrahamsen führt noch immer. Erst 3000 Meter später ist seine Flucht zu Ende und die Sprinterteams versuchen, ihre Züge aufzubauen. Axel Zingle von Visma-lease a bike eröffnet den Sprint spät.. Dann kommt Mads Pedersen, doch das ist alles scheinbar kein Problem für Tim Merlier, der sich erneut mit viel Übersicht durchsetzt. HInter Ihm filgen Emilien Janniere von Total Energies und Hugo Page, der jedoch später seinen dritten Platz durch Juryentscheid verliert. Tatsächlier Dritter wird Mads Pedersen Vor Alexander Kristoff, Timo Kielich und Axel Zingle.
In der Gesamtwertung führt weiterhin Merlier vor Arnaud Demare und nun Janniere. Vierter ist als bester GC-Fahrer Matteo Jorgensen, der sich erneut ein paar Sekunden bei einem Zwischensprint sichern konnte.

10.03.2025 - Ralph