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Mas steht vor Gesamtsieg - Gall attackiert zu spätMikel Landa klettert auf der Königsetappe zum Sieg |
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Auf den vorletzten Tag der 81. Vuelta a Espana haben die Veranstalter die Königsetappe mit fast 5000 Höhenmetern gelegt. Auf der 187 Kilometer langen Fahrt gestartet in La Calahorra warteten als Aufwärmübung der Puerto de Los Blancares (Kat. 3), dann die doppelte Bergwertung Puerto de El Purche und der Puerto de El Duque, alles Anstiege der ersten Kategorie. Doch dem nicht genug war die extrem steile Bergankunft am Collado del Alguacil im Finale von der höchsten Kategorie HC. Die Anfangsphase verlief sehr hektisch es bildeten sich zwei Gruppen, wobei in der 14-köpfigen Ersten gleich sechs Mann von Uno-X Mobility waren. Das zweite Feld hatte mit 54 Mann gleich vier Mal so viele Profis. Die Teams der ersten vier im Gesamtklassement Enric Mas, Primoz Roglic, Felix Gall und Richard Carapaz hatten alle einen oder mehrere Fahrer als Relaisstationen vorne platziert. Movistar hatte in bewährter Manier Raul Garcia und Pablo Castrillo installiert, schon mehrfach haben sie bewiesen wie man das Rote Trikot verteidigt. Die Fahrer hinter Mas mussten heute alles versuchen, wenn man noch etwas ändern wollte. Schon bei der ersten Überfahrt über den Puerto de El Purche 95 Kilometer vor dem Ende attackierte Richard Carapaz mit gravierenden Folgen. Felix Gall persönlich konnte bis zur Kuppe den Angriff neutralisieren, doch die Kapitäne waren jetzt unter sich. Ef Education und Visma | Lease a Bike beorderten die ersten Helfer zurück. Nur mehr die ersten vier waren in der Favoritengrupp, der Gesamtelfte Sepp Kuss witterte die Chance auf einen Sprung nach vorne. Kuss setzt sich in der Steigung ab, doch für die Top vier war er keine Gefahr. Eine erneute Attacke von Carapaz muss wieder Gall neutralisieren. Bis zur vorletzten Steigung hatte sich die Lage wieder etwas beruhigt, die Kapitäne hatten wieder jeder einen oder mehrere Helfer zur Seite. Aus der Spitzengruppe haben sich mit Mikel Landa, Ramses Debruyne und Tobias Halland Johannessen drei Mann abgesetzt, aus diesem Trio sollte der Etappensieger kommen. In der Favoritengruppe probierte immer wieder Richard Carapaz seine Sticheleien, kann sich aber nicht absetzten. Zu Beginn der Schlusssteigung kam dann eine frustrierende Nachricht für die Favoritengruppe, vor allem für Richard Carapaz. Sepp Kuss lag virtuell nur mehr wenige Sekunden hinter dem Ecuadorianer und hatte mit Wout Van Aert und Jorgen Nordhagen zwei Helfer an der Seite. In der Spitzengruppe war es Mikel Landa der als erster attackierte, Meter um Meter konnte er sich lösen. Der 36-jährige Kletterveteran war eigentlich nicht in der ursprünglichen ersten Gruppe, sondern hatte über die zweite Bergwertung unglaubliche dreieinhalb Minuten zugefahren. Mit seiner großen Routine kurbelte der Baske nach oben und rettete mit dem Sieg auf der Königsetappe seine schwache Saison. Landa wurde im Ziel sichtlich von seinen Emotionen überrannt, nach fünf Jahren konnte er erstmals wider auf das oberste Podest steigen. Uno-X Mobility hatte heute einen großen Plan, doch für Tobias Halland Johannessen reichte es nur für den zweiten Rang. Dritter wurde Ramses Debruyne vor einigen weiteren Ausreißern. Sepp Kuss wurde Tagesachter und verbesserte sich auf den fünften Gesamtrang nach vorne. Zu Richard Carapaz kam der US-Amerikaner dann doch nicht mehr heran.
Gut 1200 Meter vor dem Gipfel attackierte Felix Gall aus der Favoritengruppe, selbst Enric Mas konnte dem Österreicher nicht folgen. Leider kam der Angriff zu spät. Primoz Roglic verlor fast eine Minute, doch der Slowene konnte seinen zweiten Rang um 29 Sekunden verteidigen. Auf der Schlussetappe in Grenada muss Enric Mas noch 112 Kilometer überstehen, dann gewinnt der Spanier seine erste Grand Tour. Es gibt bereits Bestrebungen die Etappe für die Gesamtwertung zu neutralisieren, der viermal zu fahrende Anstieg zu Alhambra erscheint vielen Teams als zu gefährlich.
Gut 1200 Meter vor dem Gipfel attackierte Felix Gall aus der Favoritengruppe, selbst Enric Mas konnte dem Österreicher nicht folgen. Leider kam der Angriff zu spät. Primoz Roglic verlor fast eine Minute, doch der Slowene konnte seinen zweiten Rang um 29 Sekunden verteidigen. Auf der Schlussetappe in Grenada muss Enric Mas noch 112 Kilometer überstehen, dann gewinnt der Spanier seine erste Grand Tour. Es gibt bereits Bestrebungen die Etappe für die Gesamtwertung zu neutralisieren, der viermal zu fahrende Anstieg zu Alhambra erscheint vielen Teams als zu gefährlich.
12.09.2026 - Gerald