Lüttich - Bastogne - Lüttich

Pogacar erneut ein Klasse für sich

Obwohl die Saison noch jung ist, stand mit Lüttich - Bastogne - Lüttich bereits das vierte von fünf "Monumenten des Radsports" auf dem Programm. 260 Kilometer mit Start und Ziel in Lüttich, selten zu vor war die Lage der Favoriten so klar. Tadej Pogacar und Remco Evenepoel teilten sich in den letzten fünf Jahren die Siege, mit Paul Seixas warf der neue französische Superstar ebenfalls seinen Hut in den Ring. So logisch wie die Favoritenlage war auch die taktische Ausgangslage für den Klassiker. An der legendären Cote de la Redoute keine 40 Kilometer vor dem Ziel explodierte das Rennen. Der logische Favorit Tadej Pogacar hatte nur mehr einen Helfer an der Seite, jetzt musste der Kapitän reagieren. Der Weltmeister attackierte und er einzige der folgen konnte war Paul Seixas. Schnell wurde Vorsprung größer, bald war klar, es gab nur mehr zwei Sieg-Kandidaten. Mit 19 Jahren hat Seixas nur wenige Rennen mit einer Distanz von über 250 Kilometern bestritten, vielleicht gab das den Ausschlag. An der Cote de la Roche-aux-Faucons erhöhte Pogacar erneut die Schlagzahl, lächerliche 600 Meter vor der Kuppe war der tapfer kämpfende Franzose gebrochen. Pogi hatte seinen letzten Konkurrenten abgehängt, solo feierte er in Lüttich seinen vierten Erfolg. Tadej Pogacar bleibt erneut das Maß aller Dinge, doch mit Paul Seixas biss ihm ein ganz junger Fahrer kräftig in die Wadeln. Der Zweite Platz ist der erste Verlierer lautet eine alten "Weisheit", doch der 19-jährige Paul Seixas bewies eindrucksvoll, dass die Kräfteverhältnisse nicht mehr lange, so bleiben wie sie sind. Der zweifache Sieger Remco Evenepoel (2022 und 2023) musste an der Redoute schnell seine Hoffnungen begraben. Als "Schadensbegrenzung" gewann der belgische Superstar den Sprint der Verfolger und rettete als dritter noch das Podium. Selbst für Insider ist der Vierte Emiel Verstrynge kein Fahrer der groß im Fokus steht (?). Nach Rang fünf beim Amstel Gold Race zeigte der 24-jährige Belgier aus der Alpecin-Premier Tech-Mannschaft erneut sein Potential, wenn das Gelände mehr nach oben zeigt. Nur zwei Tage nach dem Ende der Tour of the Alps, die er als Gesamtzweiter beendete, wurde der Kolumbianer Egan Bernal fünfter vor Altmeister Pello BIlbao, Romain Gregoire, Christian Scaroni und Tobias Halland Johannessen.

26.04.2026 - Gerald