Europameisterschaften Slowenien

Evenepoel schlägt "Pokerface" Ciccone nach Fotofinish

Die Europameisterschaften haben sich in den letzten Jahren von einer Randnotiz zu einem ernsthaften Bewerb mit einem stärkstens besetzten Fahrerfeld entwickelt. Für 2026 wurde Slowenien als Veranstalter ausgewählt worden und es hätte ein glänzendes Heimspiel werden sollen. Der mit einem harten Anstieg nach Mozjanca selektive Rundkurs war auf den Lokalmatador Tadej Pogcar ausgerichtet, doch der Titelverteidiger musste nach dem Sturz bei der Vuelta a Espana auf seine Heim-EM verzichten. Der große Favorit war Remco Evenepoel und sein belgisches Nationalteam zeigte auch Verantwortung und initiierte ein hartes Ausscheidungsrennen. In der vorletzten Runde attackierte Evenepoel und nur Giulio Ciccone konnte folgen. Der Italiener pokerte dann hoch und blieb praktisch nur am Hinterrad des Belgiers, wissend dass sein Teamkollege Christian Scaroni als nächster Verfolger dahinter war. In der letzten 90-Grad-Kurve ging Ciccone All-In und überraschte Evenepoel. Schnell hatte er ein Lücke, doch der Belgier hatte den längsten Atem. Auf den letzten Metern schob sich Evenepoel doch noch vorbei, wenige Zentimeter brachten dem Favoriten doch noch den Europameistertitel. Christian Scaroni kam ungefährdet vor Toms Skujins als Bronzemedaillengewinner ins Ziel. Dahinter sicherte sich Ivan Romeo im Spurt vor Ramses Debruyne, Emil Herzog und Maxim Van Gils den fünften Rang. Die slowenischen Hoffnungen Primoz Primoz Roglic, als zehnter hinter Leo Bisiaux, und Jakob Omrzel als dreizehnter hinter den beiden Franzosen Mathys Rondel und Romain Gregoire sorgten für die einheimischen Highlights.

04.10.2026 - Gerald