Tour de Romandie - Der Favoritenkreis wird kleiner

Pocacar übernimmt das Leadertrikot

Martigny im Kanton Wallis war der Austragungsort der zweiten Etappe der Tour de Romandie. Auf der 171 Kilometer langen Strecke gab es vier Bergwertungen auf zwei verschiedenen Rundkursen. Die ersten drei Runden ging es über die Auffahrt nach La Rasse, nur 2500 Meter lang, doch über acht Prozent steil. Auf der Finalrunde hat man mit dem Anstieg nach Ovronnaz eine kleine Gemeinheit eingebaut. 8,9 Kilometer lang und fast zehn Prozent Durchschnittssteigung. Zur Halbzeit dieser böswilligen Steigung wurden die letzten Ausreißer gestellt und Tadej Pogacar ergriff die Initiative. Die Beine des Weltmeister sind offensichtlich noch im Klassiker-Modus, statt eines Solos konnten bis zur Kuppe Lenny Martinez und Florian Lipowitz am Hinterrad mithalten. Von der Bergwertung waren es noch 34 Kilometer bis ins Ziel. In der gefährlichen Abfahrt konnte Jorgen Nardhagen wieder aufschließen. Als Quartett ging es auf die Zielgeraden, Pogacar sicherte sich den Sprint souverän und übernahm damit auch das Leadertrikot. Zweiter wurde Florian Lipowitz vor Lenny Martinez und Jorgen Nordhaugen. Da sich die drei Begleiter von Pogacar auf den letzten Kilometern kaum bis gar nicht in die Führungsarbeit einbrachten, kam die erste Verfolgergruppe, die schon eine Minute zurücklag, noch mit 21 Sekunden glimpflich davon. Angeführt wurde 13-köpfige Schar von Albert Withen Philipsen vor Sergio Higuita, Antonio Tiberi und Junior Lecerf. Auch Primoz Roglic und Carlos Rodrigez befanden sich in dieser Gruppe.
Der Kreis der Sieganwärter ist höchstwahrscheinlich auf 17 Mann geschrumpft, die innerhalb von einer Minute liegen. Alle Anderen sind bereits mehr als zwei Minuten zurück.

29.04.2026 - Gerald