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Ausreißer-Coup am Lago MagioreBettiol sorgt für den dritten italienischen Erfolg |
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Alessandria mitten in der Po-Ebene war Ausgangspunkt der 13. Etappe des 109. Giro d'Italia. Von dort ging es über 189 Kilometer nach Verbania an den Lago Maggiore. Im ersten Moment wirkt der Parcours ziemlich flach, doch zwei Bergwertungen knapp vor dem Ziel machten den Tagesabschnitt für die Sprinterteams wenig attraktiv. Das könnte wieder die selben Teams wie gestern auf den Plan bringen, ihre Bergfesten Sprinter nach vorne zu bringen. Doch Movistar, NSN und EF Education haben von ihrem brotlosen Desaster von gestern gelernt und versuchten es nicht wieder. In der ersten Rennstunde bildete sich nach hartem Kampf eine 15 Mann starke Spitzengruppe Das Hauptfeld war mit dieser Situation zufrieden und der Vorsprung wuchs auf 10 Minuten. Bis zum anspruchsvollen Finale konnten die Sportlichen Leiter und die Fahrer der Fluchtgruppe lange nachdenken wie es mit einem Etappensieg klappen könnte. Groupama FDJ war mit drei Mann vertreten und verschärfte in der letzten Steigung das Tempo. Schnell wurde die Gruppe kleiner. Doch der erklärte Kapitän Josh Kench konnte die Vorlage nicht ganz bedienen. Andreas Leknessund attackierte den Neuseeländer und lag ein Zeitlang vorne. Die letzten 2000 Meter der Steigung hatten bis zu 13 Prozent steile Rampen, kurz vor der Kuppe kam von hinten Alberto Bettiol zu dem Norweger. Wie ein Mopped knallte der Italiener vorbei und konnte seinen Gegner gleich mental brechen. Solo ging er in die schwierige Abfahrt und ließ sich den Tagessieg nicht mehr nehmen. Für den 33-jährigen Alberto Bettiol war es der zweite Giro-Etappensieg, bereits 2021 konnte er die einheimischen Fans begeistern. Für Leknesunnd blieb wie in Fermo nur der zweite Rang. Rang drei ging an Jasper Stuyven vor Michael Valgren, Mark Donavan und Josh kench.
Die Gruppe Rosa kam geschlossen mit 13 Minuten Rückstand ins Ziel. Vor der morgigen Bergankunft in Pila wollte man in der technischen Abfahrt kein Risiko eingehen und beließ es beim Status Quo.
Die Gruppe Rosa kam geschlossen mit 13 Minuten Rückstand ins Ziel. Vor der morgigen Bergankunft in Pila wollte man in der technischen Abfahrt kein Risiko eingehen und beließ es beim Status Quo.
22.05.2026 - Gerald