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Tirreno-AdriaticoSprint der Stars an der Adria |
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Halbwegs trocken, kühl. In etwa so sollten die Radprofis den heutigen Tag in Italien gesehen haben - könnte schlimmer sein. Erneut standen zwischen Tagliacozzo und Martinsicuro über 200 km auf dem Programm - zum dritten Mal hintereinander. Die beiden langen Anstiege des heutigen Tages lagen schon in der ersten Rennhälfte. Eine zwölfköpfige Gruppe setzte sich vom Feld ab. Zu Anfang des letzten, flacheren Drittels der Strecke lagen sie 2:30 vorne. Trotz der beiden schweren Berge waren einige sprintfeste Fahrer mit der Spitzengruppe drübergekommen. Auf den letzten 60 km lagen noch ein paar kleinere Anstiege, die aber bei entsprechendem Tempo schwierig werden konnten, vor den Fahrern. Die Ausreißer kamen mit 2:46 Vorsprung zum nächsten Anstieg, den Castellalto. Das war dem Feld offensichtlich zu viel und man zog hinten das Tempo an. In den sieben Kilometern des Anstiegs holte das Feld eine Minute auf. 30 km vor dem Ziel kam Michael Gogl am Ende des Feldes heftig zu Fall, ein Begleitmotorrad schien ihn vom Rad geholt zu haben. Die Spitzengruppe hatte inzwischen ihre Einigkeit verloren. Jakub Otruba lag jetzt solo in Führung, Dries de Bondt hatte die Verfolgung aufgenommen. 25 km vor dem Ziel lag das Feld noch 1:10 zurück. Im Peloton übernahm EF Easypost für Carapaz und Healy die Führung und drückte richtig aufs Tempo und binnen zwei Kilometern hatte man die Gruppe eingeholt, nur noch Otruba lag 20 Sekunden davor. Schon zu Beginn des letzten Anstiegs 14 km vor dem Ziel war seine Flucht auch zu Ende. Matto Jorgensen fuhr nun an der Spitze und das Feld löste sich schnell auf. An der Kuppe waren nur noch zwölf Mann an der Spitze zusammen. Zwei Mann kamen noch von hinten, der Rest war 6 km vor dem Ziel schon mehr als 20 Sekunden zurück. Die letzten 4,5 km führten geradeaus am Strand der Adria entlang. Jorgensen machte fast die ganze Führungsarbeit für Wout van Aert. Der Vorsprung auf die nächste Gruppe schrumpfte sichtlich. jan Christen attackierte am Teufelslappen. dann probierte es Filippo Ganna. 300 Meter vor dem Ziel eröffnete Mathieu van der Poel den Sprint und gewann sicher vor Giulio Pellizzari, der sich damit sechs wichtige Bonussekunden sicherte und Tobias Halland Johannesen. Vierter wurde Clement Champoussin vor Van Aert und Healy. Leader Isaak del Toro wurde Zehnter und verlor wegen der Bonussekunden sein blaues Trikot an Giulio Pellizzari.
12.03.2026 - Ralph