Dwaars door Vlaanderen

Nelson Powless zockt Visma | Lease a Bike ab

Am Sonntag findet mit der Flandern-Rundfahrt der wichtigste belgische Klassiker statt. Viele Profis nutzten Dwaars door Vlaanderen als letzten Formtest für den Höhepunkt. 184 Kilometer ging es "Quer durch Flandern", 10 Hellingen und 7 Kopfsteinpflasterpassagen sind die Schlüsselstellen des Parcours. Lange bestimmte eine 9-köpfige Spitzengruppe das Rennen, gut 80 Kilometer vor dem Ende war das verbliebene Peloton schon Nahe an den Ausreißern dran. Die folgenden zwei Stunden zeigten was man gut und vor allem was man schlecht machen kann. Visma | Lease a Bike übernahm in voller Mannschaftsstärke das Kommando und nach wenigen Kilometern fuhren Matteo Jorgenson, Tiesj Benoot und Wout Van Art zu dritt vorne weg. Sie holten die Ausreißer und Nelson Powless ein, der kurz zuvor eine Attacke gestartet hatte. Bis auf den US-Amerikaner konnte keiner dem Express folgen und das kleine Feld um den Favoriten Mads Pdersen war auch nicht in der Lage aufzuschließen. Konstant blieb der Abstand zwischen 30 und 45 Sekunden. Soweit war der Plan der niederländischen Mannschaft perfekt, doch auf der Zielgeraden dann das Desaster. Vertrauend, dass Wout Van Aert den Spint leicht gewinnen würde, hat man auf jegliche Angriffe verzichtet und wurde hart dafür bestraft. Auf den letzten Metern gingen Wout Van Aert die Kräfte aus und Nelson Powless zog noch vorbei. Der 28-jährige US-Amerikaner ist eher ein Spezialist für bergigeres Terrain, jetzt hat er auch einen belgischen Frühjahrsklassiker in seinen Palmares. Mannschaftlich stark, aber den Sieg fast stümperhaft verdorben, belegten Van Aert, Tiesj Benoot und Matteo Jorgenson die "Ehrenplätze". Als nächste erreichten Mads Pedersen, Tibor Del Grosso, Dries De Bondt, Arjen Livyns und Stefan Küng das Ziel.

02.04.2025 - Gerald