Dänische Dominanz bei Paris-Nice

Zweiter Tagessieg für Vingegaard

Nach der auch wegen des Wetters brutalen gestrigen Etappe stand heute ein Abschnitt mit eher welligem Profil auf dem Programm. Das Finale sollte es aber in sich haben: drei relativ kurze, aber steile Bergwertungen plus einer "kleinen" Bergankunft lauerten am Ende der 206 km langen Etappe auf die Fahrer. Wenigstens schien heute die Sonne. Der gestrige sturzreiche Regentag hat einige Opfer gefordert. Insgesamt erreichten 15 Fahrer nicht das Tagesziel, darunter Juan Ayuso, der glücklicherweise keine schwereren Verletzungen erlitten zu haben scheint, und Daan Hoole, der mit einem Schlüsselbeinbruch ausschied. Heute kamen noch drei Fahrer dazu, die nicht starten konnten, sowie Pavel Sivakov und Luke Durbridge, die schon im ersten Teil des Renntages aufgaben.
Heute gab es eine starke Spitzengruppe mit Aleksandr Vlasov, Joshua Tarling, Remi Cavagna, Jefferson Cepeda und Nicolas Prodhomme. Alle fünf hatten gestern richtig Rückstand ausgefasst, man ließ sie aber doch nicht so richtig weit wegkommen. Nach 90 km hatte auch David Gaudu genug und stieg ins Begleitauto. Damit ist war fünftplatzierte der Gesamtwertung aus dem Rennen. Am zweiten Anstieg des Tages lösten sich auch noch Victor Campenaerts, Ivan Romeo und Lorenzo Milesi aus dem Feld. Bei Km 120 hatten sich die beiden Gruppen vereint und lagen nun 1:50 vor dem Feld. Die Cote de Sécheras 37 km vor dem Ziel war so etwas wie das Zeichen zum Angriff im Feld. Binnen weniger Kilometer halbierte sich der Vorsprung beinahe. Das Hauptfeld wurde bis auf 27 Mann reduziert. Die Gruppe vorne zerfiel. Jefferson Cepeda führte alleine, dahinter folgten Vlasov und Prodhomme, der Rest wurde in der Abfahrt schon eingeholt. Der nächste Anstieg war zwar nur 2,2 km lang aber im Schnitt über 10 % steil. Die Führenden wurden eingeholt und das Feld wurde weiter stark dezimiert. Jonas Vingegaard zog an und setzte sich vom Feld ab. An der Bergwertung lag er etwa 10 Sekunden vor Lenny Martinez, dann folgte eine Gruppe mit Vauquelin, Valentin Paret-Peintre und Harold Tejada. Während Vingegaard seinen Vorsprung schnell ausbaute, schloss sich hinter ihm eine siebenköpfige Gruppe zusammen. Das Finale geriet zu einer Machtdemonstration des Dänen. Von den Verfolgern zeigte nur noch Paret-Peintre sein Können und fuhr zur einem starken zweiten Platz zwei Minuten hinter Vingegaard. Den Sprint der folgenden Gruppe holte sich Harold Tejada vor Lenny Martinez und Ion Izaguirre. Die Abstände in der Gesamtwertung nehmen bereits abenteuerliche Ausmasse an. Martinez auf Rang zwei liegt schon 3:22 zurück, Georg Steinhauser ist Driiter mit 5:50.

12.03.2026 - Ralph