Mailand - Sanremo

Sturz und Pidcock können Pogacars ersten Primavera-Triumph nicht verhindern

298 Kilometer, Mailand - Sanremo ist das mit Abstand längste Rennen des Jahres. La Primavera ist aber insofern gnädig, da mit dem Passo del Turchino, der Cipressa und dem Poggio di Sanremo nur drei kategorisierte Anstiege zu bewältigen sind. Auch das Wetter zeigte sich dem Datum entsprechend (zumindest nach der alten "Lehrmeinung" begann heute das Frühjahr) anfänglich kühl aber freundlich. Acht Fahrer sorgten als Ausreißergruppe für den "Spannungsbogen" auf den ersten 260 Kilometern, bei so einem wichtigen Rennen waren die Chancen von Anfang an gleich Null. UAE Team Emirates sorgte in der Verfolgung für das Tempo, dann 31 Kilometer vor dem Ziel ein großer Schock. Tadej Pogacar löst bei einer Ortsdurchfahrt einen Massensturz aus. Wout Van Aert, Biniam Girmay und auch Mathieu Van Der Poel liegen am Boden oder werden aufgehalten. Offensichtlich nur eine kleine Anekdote, denn beim Kilometer 20 an der Kuppe der Cipressa, war alles so wie erwartet. Pogacar wurde von seinen Teamkollegen nach vorne gebracht und attackierte zur Halbzeit der 5000 Meter langen Steigung. Nur Tom Pidcock und Mathieu Van Der Poel konnten folgen. Das selbe Bild wie im Vorjahr an dieser Stelle, nur Pidcock ersetzte Filippo Ganna. Mit ein paar Sekunden Vorsprung auf die Verfolger ging das Trio in den Poggio di San Remo. Pogacar attackiert sofort und Mathieu Van Der Poel muss reißen lassen. Als Duo ging es weiter. Auf der Zielgeraden musste Pogacar den Sprint von vorne fahren, doch Pidcock kam am Weltmeister nicht mehr vorbei. Es war dies im fünften Versuch der langersehnte Triumph für den Slowenen bei Mailand - Sanremo, in seiner Sammlung von Radsportmonumenten fehlt jetzt nur mehr Paris-Roubaix. Tom Pidcock hat heute alles richtig gemacht, doch der "Außerirdische" war einfach eine halbe Vorderradlänge besser. Dritter wurde Wout Van Aert, der sich um eine paar Meter aus dem Verfolgerfeld lösen konnte. Vor sechs Wochen verletzte sich Mads Pedersen bei der Valencia-Rundfahrt, als vierter feierte er ein erstaunliches Comeback. Die Top Ten komplettierten Corbin Strong, Andrea Vendrame, Jasper Stuyven, Mathieu Van Der Poel, Matteo Trentin und Edoardo Zambanini.

21.03.2026 - Gerald