Patrick Konrad zweiter - Guillaume Martin auch

Bauke Mollema glänzt als Solist

Wie für das Wochenende üblich, ging es auf der 14. Etappe der Tour de France wieder etwas bergiger zu. Die Fahrt führte aus der historischen Stadt Carcassonne Richtung Süden nach Quillan, damit rücken die Pyrenäen immer näher. Die 184 Kilometer lange Strecke war gespickt mit fünf Bergwertungen der Kategorie zwei und drei, zu einfach für die Favoriten, also ideal für Ausreißer.
So dauerte es über 50 Kilometer, bis endlich eine Gruppe stand. Der gefährlichste Mann für die Gesamtwertung war der Franzose Guillaume Martin, dessen Rückstand fast 10 Minuten auf das Gelbe Trikot betrug. Tadej Pogacar konnte mit der Situation gut leben und man ließ die 14 Mann ziehen. Die Bergwertungen sahen einen Zweikampf zwischen Wout Poels und Michael Woods, der Kanadier belohnte sich trotz eines Sturzes mit dem Gepunkteten Trikot, wo er Nairo Quintana ablöste. Mann des Tages war Bauke Mollema. Der niederländische Routinier attackierte in der letzten Steigung und ließ sich in der 18 Kilometer langen Abfahrt nicht mehr einholen. Mit diesem herrlichen Solo-Sieg bescherte er seiner Trek-Segafredo-Mannschaft den heißersehnten ersten Etappensieg bei dieser Tour. Hinter dem Niederländer sicherte sich Patrick Konrad um Reifenbreite Rang zwei vor Sergio Higuita, Mattia Cattaneo und Michael Woods.
Der zweite große Gewinner dieser 14. Etappe war Guillaume Martin. Der Franzose verbesserte sich mit Rang elf in der Tageswertung auf den zweiten Rang im Gesamtklassement. Sein Rückstand auf Pogacar beträgt 4:04 und der Kolumbianer Rigoberto Uran liegt mehr als eine Minute hinter dem Franzosen.
Für morgen können wir uns auf einen weiteren Schlagabtausch der Favoriten freuen, der 191 Kilometer lange Pyrenäenabschnitt führt unter anderen über das Dach der Tour, den 2406 Meter hohen Port de Envalira.  
 

10.07.2021 - Gerald