Ronde van Vlaanderen

Tadej Pogacar bleibt 2026 ungeschlagen

Die Flandern-Rundfahrt, Ronde van Vlaanderen, ist das prestigeträchtigste Rennen im belgischen Rennkalender und gehört zu den fünf Monumenten des Radsports. In Belgien für die Radsportfans der höchste Feiertag gab es hoffentlich keine "Glaubenskrise" mit der Austragung am Oster-Sonntag. Mit 278 Kilometern bemühten sich die Veranstalter um eine besonders harte Ausgabe, 16 Steigungen zum Teil über Kopfsteinpflaster bildeten das übliche Menü. In den letzten Jahren teilten sich Mathieu Van Der Poel und Tadej Pogacar fast brüderlich abwechselnd die Titel, die Beiden waren auch bei der 110. Austragung die Protagonisten. Als Titelverteidiger stand Tadej Pogacar etwas mehr in der Pflicht und sein UAE Team Emirates musste in der Verfolgung der 12-köpfigen Spitzengruppe die Hauptarbeit verrichten. Nachdem die Helfer nach der 200-Kilometer-Marke verbraucht waren, ging das Rennen in die heiße Phase. Immer wieder attackierte Tadej Pogacar, schnell wurde die Favoritengruppe kleiner. 45 Kilometer vor dem Ende blieben nur mehr die beiden Topfavoriten übrig. Zwar lag Remco Evenepoel schon fast gemein nur wenige Sekunden zurück, doch er konnte nie wieder aufschließen. Obwohl Mathieu Van Der Poel deutlich weniger Führungsarbeit leistete, musste er an der Oude Kwaremont, knapp an der 20-Kilometer-Marke, die Überlegenheit des Weltmeisters anerkennen. Der Niederländer konnte nicht mehr folgen, solo pedalierte der Slowene Richtung Ziel in Oudenaarde. Pogacar kommt heuer erst auf drei Renntage, seine Bilanz 2026 ist mit Siegen bei Strade Bianche, Mailand-Sanremo und nun in Flandern makellos. Van Der Poel wurde Zweiter, seit sieben (!) Jahren stand der 31-jährige bei drei Siegen immer auf dem Podest. Bei seinem Debüt wurde Remco Evenepoel Dritter, es wäre spannend gewesen, wenn der Zeitfahr-Weltmeister die kleine Lücke 40 Kilometer vor dem Ziel noch schließen hätte können. Als Solisten folgten Wout Van Aert und Mads Pedersen. Das Monument des Radsports sah auf den vorderen Rängen die momentanen Monumente der Klassikerjäger im Spitzenfeld. Sechster wurde Jasper Stuyven vor Florian Vermeersch, Matej Mohoric, Christophe Laporte und Gianni Vermeersch.

05.04.2026 - Gerald