Volta Comunitat Valenciana

Zeitfahren teilweise neutralisiert

Beim heutigen Zeitfahren über 17 km von Carlet nach Alginet waren zwar keine großen Zeitabstände prognostiziert, doch in Anbetracht der Profile der letzten drei Etappen könnte doch schon eine gewisse Vorentscheidung fallen. Oder besser gesagt - hätte fallen können, denn das Wetter machte den Fahrern und Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Das in Spanien vorherrschende Sturmtief zeigte sich mit Windspitzen um die 50 km/h, was die Rennleitung zu der Entscheidung bewog, die Etappe nicht für die Gesamtwertung zu zählen und die Fahrer nur mit den Straßenrädern auf die Strecke zu schicken. Ein Video, das Cian Uijtdebroeks vor dem Rennen auf X veröffentlichte, belegte die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme. So nahmen viele Fahrer den Tag mehr oder weniger als rennmäßiges Training. Die erste starke Zeit kam von Brandon McNulty, der sich 13 Sekunden vor Felix Großschartner in Führung setzte, als noch etwa 20 Fahrer am Start standen. Mitfavorit Joao Almeida hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon längst aus der Etappe genommen, er verlor heute drei Minuten und sparte wohl wertvolle Körner für die restliche Rundfahrt. Wieviel Einfluss der Wind auf den Rennverlauf hatte, lässt sich allein mit den Fernsehbildern nicht wirklich beurteilen. Remco Evenepoel ließ es sich aber nicht nehmen, als regierender Zeitfahrweltmeister Gas zu geben und fuhr die schnellste Zeit. Hinter ihm landeten Alexsandr Vlasov und Mathias Vacek, für die beiden ursprünglich führenden reichte es am Ende für die Plätze sieben und acht.

05.02.2026 - Ralph