Erneut Wechsel in der Punktewertung

Paul Magnier schlägt zurück

Vor den letzten beiden schweren Alpenetappen gab es für die Klassementfahrer noch einen halben Ruhetag. 171 relativ flache Kilometer von Fai della Paganella nach Pieve di Soligo sollten die Ausreißer oder die Sprinterteams in den Fokus rücken. Für die frühen Ausreißer gab es nichts zu holen, das Feld hielt den Vorsprung immer in Grenzen. Die Frage war jetzt, was wird an der Muro di Ca' del Poggio 10 Kilometer vor dem Ziel passieren. Die 1100 Meter lange über 11 Prozent steile Rampe machte noch alles möglich. Der einzige Angriff kam von Afonso Eulalio, doch stilgerecht ging der Mann in Rosa Jonas Vingegaard als erster über die Kuppe. Das Feld hatte sich geteilt, man könnte sagen in die Top Ten und den Rest. In einer spannenden Verfolgungsjagd konnten Soudal Quick-Step und Lidl-Trek ihre Sprint-Kapitäne gerade noch rechtzeitig zum letzten Kilometer wieder nach vorne bringen. Das Finale zeigte dann deutlich den Unterschied zwischen Alleine oder nicht. Während Jonathan Milan keinen Mann mehr zur Seite hatte, war Jasper Stuyven noch bei seinem Kapitän Paul Magnier. Gefühlte 80 Prozent des Erfolgs gebühren dem belgischen Routinier, ideal lieferte er Magnier im leicht verwinkelten Finale ab und weder Eduardo Zambanini noch Jonathan Milan hatten auch nur ansatzweise eine Chance. In der Tageswertung folgten Francesco Busatto, Corbin Strong, Guillermo Silva und Madis Mihkels.
Das schöne Duell um das Punktetrikot hat sich wieder zu Gunsten von Paul Magnier gewendet. Nach einem Tag wechselte das Maglia Ciclamino wieder zum Franzosen. Der Zwischenstand lautet jetzt Magnier 195 Punkte vor seinem Rivalen Jhonatan Narvaez mit 158 Punkten. Magnier hat sich mit drei Etappensiegen in allen Massensprints als klar der Stärkste erwiesen. Da am Sonntag in Rom auch noch eine Massenankunft wartet, kann man durchaus schon von einer Vorentscheidung sprechen.
In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen in den vorderen Positionen.

28.05.2026 - Gerald