Lipowitz stürzt und muss aufgeben

Prestigeerfolg für Evenepoel im Einzelzeitfahren

Als Kuraufenthalt könnte man das einzige Einzelzeitfahren der 113. Tour de France zumindest von der Örtlichkeit bezeichnen. Évian-les-Bains und Thonon-les-Bains, zwei noble Kurorte am Süderufer des Genfersees, wurden als Start und Ziel des 26,1 Kilometer langen Parcours ausgewählt. Gleich zu Beginn ging es auf die Cote de Larringes, insgesamt 500 Höhenmeter waren nicht ganz nach dem Geschmack der reinen Zeitfahrspezialisten. So verwundert es nicht, dass die Top-Klassementfahrer das Geschehen bestimmten. Als großer Favorit gin Remco Evenepoel auf die Strecke und der Belgier enttäuschte seine Fans nicht und mit der Bestzeit auf allen Streckenabschnitten gewann er 28 Sekunden vor Tadej Pogacar. Das wird der Tour keine Wende geben, doch ein Prestigeerfolg ist es in jedem Fall. Dritter wurde Mattias Skjelmose (+1:04) vor Paul Seixas (+1:16) und Isaac Del Toro (+1:21).
Für Red Bull - Bora Hansgrohe lief es bis auf wenige Kilometer vor dem Ende perfekt, Evenepoel auf Siegeskurs und Florian Lipowitz kam bei der letzten Zwischenzeit auf Rang vier durch. In einer Rechtskurve schlug das Schicksal zu. Der letztjährige Tour-Dritte Lipowitz rutscht über das Vorderrad weg und knallt in den Randstein. Kurz sah es so aus, als könnte der Deutsche weiterfahren. Doch die Hoffnung währte nur einige Momente, mit verletzter Schulter musste der 25-jährige aufgeben.
In der Gesamtwertung hat sich bis auf die Zeitabstände wenig verändert. Tadej Pogacar hat 4:32 auf Remco Evenepoel, dahinter folgen die drei besten Jungprofis Isaac Del Toro (+6:51), Paul Seixas (+7:11) und Juan Ayuso (+9:22).

21.07.2026 - Gerald