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Froome verliert über eine Minute

Yates baut die Führung aus

Den morgigen Ruhetag musste sich das Peloton redlich verdienen. 229 Kilometer ständig auf und ab und zum Schluss wartete der stufenartige Aufstieg zum Gran Sasso d'Italia, wo einst der legendäre Kletterer Marco Pantani einen seiner letzten große Auftritte hatte. Vor allem die letzten 7 Kilometer mit Rampen um 13% verlangten von den Fahrern noch einmal alles. Aus der Fluchtgruppe des Tages wehrte sich Fausto Masnada am längsten, doch der tapfere Italiener wurde 2700 Meter vor dem Gipfel gestellt. In der Favoritengruppe schlug zu diesem Zeitpunkt Jack Haig von Mitchelton-Scott ein unglaubliches Tempo an, erstes Opfer war Fabio Aru. Wenig später musste auch der SKY-Kapitän Christopher Froome reißen lassen, nur mehr neun Fahrer kamen 500 Meter vor dem Ziel für den Tagessieg in Frage. Simon Yates wartete klug und holte sich den prestigeträchtigen Erfolg vor den zeitgleichen Thibaut Pinot und Teamkollegen Esteban Chavez. Er baute damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus, da Tom Dumoulin als achter hinter Domenico Pozzovivo, Richard Carapaz, Davide Formolo und George Bennett weiter 12 Sekunden verloren hat.
Schön langsam gewöhnt man sich an die starken Auftritte von Patrick Konrad, als 13. mit 38 Sekunden Rückstand kletterte der Österreicher erneut mitten in der Weltelite.
Die Verlierer des Tages waren Chris Froome (23./+1:07) und Fabio Aru (24./+1:14), mit mehr als zweieinhalb Minuten Rückstand auf das Maglia Rosa, scheint der Giro-Sieg in weiter Ferne. Die Podiumsplatzierungen haben momentan Simon Yates, Esteban Chavez (+0:32) und Tom Dumoulin (+0:38) inne.

13.05.2018 - Gerald