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Paris-Nizza

Stürmische Zeiten

Auch am zweiten Tag der "Fahrt zur Sonne" spielte der Wind eine beherrschende Rolle. Für lange Zeit ergab sich eine Situation mit einer 18-köpfigen Spitzengruppe mit Leader Groenewegen, Caleb Ewan, Kwiatkowsky, Bernal, Bardet und etlichen weiteren Spitzenfahrern, die sich etwa 30 Sekunden vor dem Hauptfeld hielten. Der Rennschnitt lag heute bei 50,5 km/h, in der 2. Stunde wurden sogar etwas über 54 Kilometer gefahren. Während dieser hektischen Phase kamen unter anderem Gorka Izaguirre und Warren Barguil zu Sturz und mussten das Rennen verlassen.
In der Spitzengruppe ließ Arnaud Demare sein Team Groupama-FDJ Tempo machen und erreichte dadurch, dass Groenewegen, Jakobsen und Bennett den Kontakt zur Spitze verloren. Wenig später kam es zum Zusammenschluß der ersten beiden Gruppen - zwischenzeitlich war das Feld in bis zu zehn Teile aufgesplittert worden - doch auf den nächsten Windkante ging es von Vorne los und Jumbo bzw vor allem Sky schafften erneut den Split.
Diesmal waren allerdings nur noch sieben Fahrer an der Spitze und die konnten fünf Sekunden Vorsprung ins Ziel retten. Erster auf der Linie war erneut Dylan Groenewegen, der heute vor Ivan Garcia (ESP/Bahrain Merida) und Philippe Gilbert am Treppchen stand. Dahinter folgten Matteo Trentin, Kwiatkowski, Luis Leon Sanchez und Egan Bernal. Den Sprint der Verfolger holte sich Arnaud Demare vor Andre Greipel.
In der Gesamtwertung führt nun Groenewegen 12 Sekunden vor Kwiatkowski und 13 vor Gilbert. Von den Österreichern hält sich Felix Grossschartner als 21. mit 25 Sekunden Rückstand noch sehr gut.
Bei den Verletzungen von gestern gab es heute noch ein Update: Michael Matthews erlitt eine Gehirnerschütterung, Martijn Tusveld hat sich den Unterkiefer gebrochen. Auch Rigoberto Uran (Sturz), Mark Cavendish und Luis Meintjes haben das Rennen heute beendet.
Viele Mitfavoriten sind schon aussichtslos im Hinterfeld gelandet: Simon Yates mit 7:04, Esteban Chaves 8:04, Marc Soler 9:47, Miguel Angel Lopez :47, Ion Izaguirre 11:29, Sergio Henao und Fabio Aru mit noch deutlich mehr Rückstand.
 

11.03.2019 - Ralph