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Mitchelton-Scott verdirbt den taktischen Vorteil

Mohoric gewinnt die Mega-Etappe

Nach dem Ruhetag stand bei der Italien-Rundfahrt heute die mit 244 Kilometern längste Etappe auf dem Programm. Es ging von Penne auf einem welligen Profil durch den Apennin nach Gualdo Tadino. Erwartet wurde ein Kampf Ausreißer gegen Sprinter, doch es sollte alles anders kommen. Gleich zu Beginn wartete mit dem 1254 Meter hoch gelegenen Fonte Della Creta der schwierigste Anstieg und sehr bald zerfiel das Feld in drei Teile, hinter der 17 Mann starken Spitzengruppe, die bald wieder eingeholt wurde, bildete sich am Ende des Feldes das "Grupetto" und zum Erstaunen aller befand sich auch der Gesamtzweite Esteban Chavez in dieser Gruppe. Obwohl er ein paar Helfer bei sich hatte, verlor der Kolumbianer am Ende des Tages über 25 Minuten, somit hat Mitchelton-Scott die komfortable und taktisch wertvolle Situation mit der Doppelführung schon fast leichtfertig verspielt.
Aus dem ersten Feld versuchten es immer wieder Fahrer mit Attacken, den richtigen Zeitpunkt erwischten Alessandro De Marchi, Nico Denz und Matej Mohoric am letzten Anstieg gut 20 Kilometer vor dem Ende. Danach zeigte sich besonders der Slowene Mohoric aktiv. De Marchi wurde abgehängt und Denz hatte im Zweierspurt dann keine Chance. Der 23-jährige holte damit nach einer Vuelta-Etappe im Vorjahr seinen bereits zweiten Grand Tours-Erfolg. Dritter im Sprint der Verfolger wurde George Bennett, der damit in der Punktewertung auf Elia Viviani etwas Boden gutmachen konnte.

15.05.2018 - Gerald