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Radsport pur

Paris-Roubaix

Paris-Roubaix gehört neben Milano-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt zu den fünf Monumenten des Radsports und der Sieg genießt einen besonderen Stellenwert.
Das wohl berühmteste Eintagesrennen der Welt wurde 1896 erstmals ausgetragen und wird auch als "Die Königin der Klassiker" (La Reine des Classiques) oder als "Hölle des Nordens" (L'Enfer du Nord) bezeichnet. Seit 1977 startet man in Compiegne nördlich von Paris und traditionell liegt das Ziel im Velodrom von Roubaix.
Was das Rennen so berühmt und auch berüchtigt macht sind die sogenannten "Pavés", Kopfsteinpflasterpassagen mit Längen bis zu 5 Kilometer, eine Tortur für Mensch und Material und bei Regen extrem rutschig und gefährlich. Diese Pave-Sektoren (Secteur Pavé) werden vom Veranstalter nach Schwierigkeitsgraden eingeteilt, der legendäre "Wald von Arenberg" (Trouée d’Arenberg) ist zum Beispiel 2400 Meter lang und gehört zur höchsten Kategorie mit 5 Sternen. Diese Abschnitte ändern sich jedes Jahr in Anzahl und Reihenfolge, meistens sind es um die 30 Sektoren mit über 50 Kilometern.
Als Besonderheit erhält der Sieger einen Pflasterstein als Trophäe, wer so einen in der Vitrine hat gehört zum Who's Who des Radsports.
Als erster Sieger schrieb sich der Deutsche Josef Fischer in die Geschichtsbücher, Rekordsieger sind die beiden Belgier Roger De Vlaeminck und Tom Boonen mit jeweils vier Erfolgen.
 

08.04.2018 - Gerald