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Erstmals Regen beim Giro

Carapaz fasst sich ein Herz

Nach einem Tag für die Sprinter waren heute wieder die Klassementfahrer und Kletterer gefragt. Von Praia a Mare ging es über die lange Distanz von 209 Kilometern nach Norden, wo der Schlussanstieg nach Montevergine Di Mercogliano wartete. Leider begann es in den letzten eineinhalb Stunden zu regnen, was zwar den Ausreißern entgegenkommen sollte, doch die knapp über zwei Minuten Vorsprung am Fuße des Anstieges waren trotzdem zu wenig. In dem "Rollerberg", die Durchschnittssteigung lag bei 5 Prozent, kontrollierte Mitchelton-Scott für Simon Yates und später SKY für Chris Froome das Tempo und nur einer wagte sich aus der "Wohlfühlzone". Richard Carapaz aus Ecuador griff an der 1500-Meter-Marke an und holte sich mit 7 Sekunden Vorsprung den Tagessieg und den größten Erfolg seiner Karriere. Zweiter wurde der gestern gestürzte Davide Formolo vor Thibaut Pinot, Enrico Battaglin und dem Mann in Rosa Simon Yates. Hinter Estaban Chavez zeigte sich Patrick Konrad als siebenter weiter sehr gut disponiert, der Österreicher war in der ungefähr 30 Mann starken Gruppe um alle Favoriten.
Morgen steht mit 229 Kilometern wieder ein langer Tag ins Haus, der Schlussanstieg nach Gran Sasso d'Italia geht in Stufen über 37 Kilometer bergauf auf eine Höhe von 2135 Metern. 

12.05.2018 - Gerald