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Kwiatkowski neuer Leader von Paris-Nizza

Sieg für die Ausreisser

Das hügelige Profil der 4. Etappe von Vichy nach Pelussin war heute über 212 km der längste Tagesabschnitt der 2019er Ausgabe der Traditionsrundfahrt in Frankreich. Die zu Anfang feuchten Witterungsverhältnisse besserten sich im Laufe des Nachmittages deutlich, was den Fahrern nach den ersten windigen Tagen sehr entgegen gekommen sein dürfte. Es bildete sich eine Spitzengruppe, die ursprünglich aus 13 Fahrern bestand, doch die Fahrt in den Hügeln dezimierte die Gruppe immer mehr. 30 km vor dem Ziel waren nur noch sieben Mann gut 2 Minuten vorne, angeführt von Profi-Ausreißer Thomas de Gendt. Bei der ersten Zieldurchfahrt 19,7 km vor dem Ziel betrug der Vorsprung noch 1:26 und an der Spitze des Verfolgerfeldes führ Simon Yates, der in der Gesamtwertung abgeschlagen zurück liegt, eine lange, schnelle Trainingseinheit.
Der letzte Anstieg 12 km vor dem Ziel ließ sowohl die Spitzengruppe als auch ihren Vorsprung deutlich kleiner werden. An der Bergwertung bei km 10,4 waren es noch vier Mann mit 45 Sekunden Abstand, bei der 5-km-Marke hielten sie diese Differenz immer noch. Das Feld zeigte keine großen Ambitionen mehr, die Lücke zu schließen und so genügte Magnus Cort-Nielsen (DEN/Astana) ein trockener Antritt 800 m vor der Ziellienie zum Etappensieg vor De Gendt und Giulio Ciccone (ITA/Trek-Segafredo). Alessandro De Marchi kam als letzter der Spitzengruppe ins Ziel, dahinter Lilian Calmejane und Valentin Madouas, die sich noch aus dem Feld gelöst hatten. Den Sprint des Feldes holte sich Sonny Colbrelli.
Dylan Groenewegen hatte heute keine Chance seine Gesamtführung zu verteidigen. Neuer Leader ist Michal Kwiatkowski (POL/Sky) mit fünf Sekunden Vorsprung auf Luis Leon Sanchez und 10 auf Philippe Gilbert. Die ersten 20 Fahrer liegen noch innerhalb von 29 Sekunden, darunter Felix Großschartner auf einem starken 10. Rang. Patrick Konrad ist 22. mit 1:19.

13.03.2019 - Ralph