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Massensturz sorgt für Chaos - Dumoulin verletzt

Carapaz nutzt die Chance

Mit 235 Kilometer stand am vierten Tag der Italien-Rundfahrt die zweitlängste Etappe auf dem Programm. Von Orbetello ging es weiter in den Süden nach Frascati, gut 20 Kilometer südöstlich von Rom, wo ein technisch anspruchsvolles leicht welliges Finale wartete.
Alles verlief lange Zeit in geordneten Bahnen. Die drei Ausreißer wurden 10 Kilometer vor dem Ende gestellt und die Sprinterteams begannen sich zu sortieren. An der 6000-Meter-Marke kam es dann zu einem Massensturz und das Peloton fiel komplett auseinander. Vorne waren nur mehr gut 15 Fahrer, die den Sieg unter sich ausmachen konnten. Mit einer gut getimten Attacke holte sich Richard Carapaz aus Ecuador den Tagessieg, ganz knapp vor Caleb Ewan und Diego Ulissi. Vierter wurde Pascal Ackermann vor Florian Senechal und Primoz Roglic. Roglic baute damit seinen Vorsprung im Rosa Trikot aus, da die meisten seiner Gegner 16 Sekunden später die Ziellinie überquerten. Mikel Landa hat 44 Sekunden verloren, nach dem schwachen Auftaktzeitfahren hat er schon fast zwei Minuten Rückstand.
Ganz schlimm erwischte es Tom Dumoulin, der Kapitän der Sunweb-Mannschaft kam mit einer stark blutenden Wunde am Knie ins Ziel. Der Niederländer liegt jetzt mehr als vier Minuten zurück, hoffentlich hat er sich nicht schwerer verletzt und kann den Giro fortsetzen.

14.05.2019 - Gerald