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Soler sorgt für Umsturz in der Gesamtwertung

De la Cruz gewinnt in Nizza

Die 110 km "kurze" Schlußetappe von Paris Nizza hat wieder einmal gezeigt, warum das Rennen zur Sonne eine der spannendsten Etappenfahrten des Jahres ist. Schon vor diesem Tagesabschnitt war klar, dass die geringen Abstände an der Spitze der Gesamtwertung für Spannung sorgen würden. Ganze sechs Bergwertungen stellten die Würze im Tagesmenü dar - jede Menge Chancen für einen angriffslustigen Fahrer.
 
Bei starkem Regen zerfiel das Peloton schon am ersten Anstieg. Nach etwa 30 km bildete sich die erste stabile Spitzengruppe mit Jilian Alaphilippe, Jakob Fuglsang und Omar Fraile, gefolgt von einer 20 Mann starken Gruppe mit allen Favoriten. Fuglsang kam zu Sturz und wurde von den Verfolgern eingeholt und am Cote de Peille verlor Alaphilippe den Anschluß an Omar Fraile, dafür schlossen Jon Izaguirre, Marc Soler und David de la Cruz auf. Izaguirre hatte dann auch noch Sturzpech, sodaß Soler mit Fraile und de la Cruz zur letzten Bergwertung kam. In der folgenden Abfahrt verlor Marc Soler zeitweise den Anschluß, konnte sich aber angesichts der Chance auf den Sieg in der Gesamtwertung wieder herankämpfen.
 
Im Sprint in Nizza setzte sich dann Vorjahressieger David de la Cruz knapp vor Omar Fraile durch und holte den Tagessieg für Sky. Marc Soler wurde Dritter und holte sich damit den Rundfahrtsieg und das weiße Trikot des besten Jungprofis. Den Sprint der Favoritengruppe sicherte sich Patrick Konrad und verteidigte mit diesem 4. Tagesrang den siebenten Platz in der Gesamtwertung. Hinter ihm kamen Tim Wellens und Simon Yates ind Ziel. Yates verlor damit die Gesamtwertung um ganze vier Sekunden an Soler, Gorka Izaguirre schlug seinen Bruder Jon im Kampf um den 3. Podestrang vor Tim Wellens und Dylan Teuns.
 
Auch Felix Großschartner fuhr eine großartige Rundfahrt, wurde heute 12. und belegte in der Gesamtwertung den 10. Rang.

11.03.2018 - Ralph