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Paris-Nizza

Vorentscheidung?

Heute ließ sich das Feld nicht so lange wie gestern bitten, um eine Gruppe wegfahren zu lassen. Nach den Start hieß 1-2-3 und weg waren sie. Aber schon bald zeigte sich, dass im Finale einfach zu viele Interessen da sein würden, den Tag zu gewinnen, und schon allein deshalb war schon fast 40 Kilometer vor dem Ziel das Feld wieder vereint. Beim letzten Anstieg, der Cote de Charbonnieres, wurde voll gefahren und das Feld zerfiel. Oben waren Tim Wellens und Julien Alaphilippe vorne, doch es war abzusehen, dass das noch nicht die Entscheidung gewesen war.
 
Im letzten, 20 km langen Teil mit der Abfahrt und einer kleinen Gegenwelle gelang es drei Fahrern, sich aus der etwa 25-köpfigen Spitzengruppe abzusetzen. Der Rest wurde auf den letzten Kilometern wieder vom "Hauptfeld" gestellt, in dem auch das gelbe Trikot war. Vorne machte vorwiegend Luis Leon Sanchez das Tempo, verständlich, da ihm die Gesamtführung winkte. Auf den letzten Metern wurde er aber von Johathan Hivert (FRA/Direct Energie), der sich bis zu diesem Zeitpunkt dezent zurückgehalten hatte, im Sprint geschlagen. Dritter wurde Remi de Gregorio, der Initiator der Gruppe.
 
Den Sprint des Feldes holte sich Arnaud Demare, der das gelbe Trikot aber an Luis Leon Sanchez abgeben musste, vor Mike Teuhissen und Andre Greipel.
 
Der zehnte Tagesrang ging an den wieder sehr starken Felix Grossschartner, der sich damit auf den neunten Gesamtrang nach vor arbeitete und das weiße Trikot des besten Jungprofis von Mark Soler zurückeroberte. Patrick Konrad kam in der gleichen Gruppe ins Ziel und ist nun auf Rang 14.
 
Sanchez führt nun mit 29 Sekunden Vorsprung auf Demare und 36 auf Gorka Izaguirre, Grossschartner ist hier Neunter. Morgen steht das 18,4 km lange Zeitfahren von La Fouillouse nach Saint Etienne auf dem Programm, und wenn man die Zeitfahrqualitäten von Luis Leon Sanchez kennt, könnte das seinem Vorsprung schon entscheidenden Charakter geben.
 
Schon heute wurde die Riege der Sprinter deutlich dezimiert - Phil Bauhaus und Sam Bennett schieden aus, Alexander Kristoff hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen.

06.03.2018 - Ralph