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Paris-Nizza

Jerome Cousin siegt auf fragwürdige Art

Heute ging es bei Paris-Nizza zum ersten Mal richtig in die Berge. Der Col de Lagarde-d'Apt (1097 m) und der Col du Negron (1242 m) standen im Profil, doch nach diesen beiden Erhebungen waren noch 50km bis zum Ziel zu fahren, mit noch einer Bergwertung der 3. Kategorie 13 Kilometer vor dem Ziel. Vorne etablierte sich eine Vierergruppe, und da das Hauptfeld mehr oder weniger geschlossen über die beiden hohen Berge kam, glaubte man sich schon im üblichen Schema bei einer Massenankunft.
 
Doch die Vier an der Spitze - Nils Politt (GER/Katusha-Alpecin), Jerome Cousin (FRA/Direct Energie), Julien el Fares (FRA/Delko Marseille) und Nicolas Edet (FRA/Cofidis) - wehrten sich nach Kräften. Vor der Schlussrunde (18,7 km) hatten sie noch 2:15 Vorsprung, was Spannung für das Finale versprach. An der letzten kleinen Bergwertung setzten sich Politt und Cousin von den beiden Fluchtkollegen ab, das Rückstand des Feldes betrug noch knapp eine Minute.
 
Cousin verweigerte auf den letzten 10 Kilometern zumeist die Führungsarbeit und konnte so Politt, der seine Kräft im Wind verbraucht hatte, im Sprint klar schlagen. Das Feld kam bis auf wenige Sekunden heran. Im Sprint um Rang drei gewann Andre Greipel vor Magnus Cort Nielsen und Alexander Kristoff.
 
Die Spitzenfahrer der Gesamtwertung kamen alle im Hauptfeld ins Ziel, daher gab es hier keine Bewegung. Luis Leon Sanchez führt, weiterhin, auch Felix Großschartner hat seinen erfreulichen sechsten Rang gehalten.
 
 
 

08.03.2018 - Ralph